Zentrum für traumaPädagogik

Weiterbildung · Training  · Supervision / Beratung
Entspannungsverfahren

  • Weiterbildung mit dem Ziel

    Traumazentrierte Fachberatung / Traumapädagogik

    Kurs: WB02/2021

    Die Weiterbildung ist durch die Deutschsprachige Gesellschaft für Psychotraumatologie, DeGPT und dem Fachverband Traumapädagogik, FV-TP zertifiziert.

    Die Weiterbildung vermittelt fundierte theoretische und praktische Kenntnisse der Traumapädagogik und der traumazentrierten Fachberatung. Die Reflexion eigener Haltungen, Werte und Normen, sowie die Stärkung der eigenen Stabilität sind ein weiterer Schwerpunkt. Nach Absolvierung der 9 Weiterbildungsbausteine verfügen die Teilnehmer*innen über ein differenziertes Wissen. Sie haben Kompetenzen und Professionalität erworben, die für die komplexen Anforderungen im beruflichen Alltag mit traumatisierten Menschen hilfreich sind.
     
    Zielgruppe:
    Mitarbeiter*innen aus psychosozialen Arbeitsfeldern, wie beispielsweise Jugendhilfe, Kindertagesstätten, Schulen und dem Gesundheitswesen.

    Voraussetzungen
    Abgeschlossene Berufsausbildung (Fachschulen) sozialadministrativer, erzieherischer oder pflegerischer Berufe (insbesondere Erzieher*innen, Pflegefachkräfte, Hebammen, Ergotherapeut*innen, Physiotherapeut*innen, Logopäd*innen o.Ä.) oder Hochschul- und Fach­hoch­schul­absolven­t*innen mit psychologischen, pädagogischen und verwandten Ab­schlüssen, z.B. Dipl.-Psycho­lo­g*nn­nen und Ärz­t*innen, Dipl.-Pädago­g*innen, Dipl.-Sozial­arbei­ter*innen und Dipl.-So­zial­pädago­g*in­nen, Dipl.-Heilpädagog*innen, Son­­der-Pädago­g*in­nen, Lehrer*innen, Dipl.-Theo­lo­g*innen, Dipl.-So­ziolog*innen oder analoge Abschlüsse (BA, MA).
    Eine mindestens 3-jährige Berufserfahrung in einem relevanten Praxisfeld für alle Berufsgruppen.

    Umfang der Weiterbildung
    Die Weiterbildung besteht aus 9 Bausteinen. In Intervisionsgruppen vertiefen die Teilnehmer*innen die Weiterbildungsinhalte und reflektieren sich in begleitender Supervision. Für den zertifizierten Abschluss ist die Teilnahme an allen Bausteinen, den Intervisionsgruppentreffen und Supervisionen erforderlich. Darüber hinaus sind wahlweise Projekt- und Fallvorstellungen in mündlicher und schriftlicher Form notwendig.

    Veranstaltungsort:
    Fehntjer Seminarhaus, Kanalstraße Süd 178A, 26629 Großefehn.

    Weiterbildungskosten
    Die Gesamtkosten der Weiterbildung belaufen sich auf 3700€. Nicht enthalten sind Kosten für Mittagsverpflegung und Übernachtung. Vor Beginn der Weiterbildung ist ein Betrag in Höhe von 1.300€ zu zahlen. Danach zahlen die Teilnehmer*innen 24 Monatsraten a 100€.

    Teilnahmebescheinigung / Zertifikat
    Jede Teilnehmer*in erhält eine Bescheinigung über Art und Umfang der Weiterbildung, ausgestellt durch Sturmfänger – Zentrum für Traumapädagogik. Als Voraussetzung für die Zertifizierung sind wahlweise eine Projektvorstellung und eine Fallvorstellung (beides jeweils mündlich und schriftlich) oder drei Fallvorstellungen der SupervisandInnen erforderlich (zwei davon mündlich und schriftlich, einer rein schriftlich). Die schriftliche Dokumentation der Fallvorstellungen ist entlang eines vorgegebenen Schemas vorzunehmen. Mindestens eine Fallvorstellung der SupervisandInnen ist durch ein Originaldokument zu belegen (z.B. Video- oder Tonbandaufnahme, Zeichnungen, Tagebuchnotizen o.Ä. der KlientInnen).

    Referent*innen
    Daniela Mülder
    Elke Sauer
    Jürgen Weihrauch
    Rita Köllner
    Andrea Basedow

    Inhaltsübersicht
     
    Freitag, 26.11. – Sonntag, 28.11. 2021
    Grundlagen der Psychotraumatologie

    Kennenlernen der Teilnehmer*innen und deren Arbeitsfelder
    Einblick in die Geschichte der Psychotraumatologie
    Die Wurzeln der Traumapädagogik
    Überblick zu traumazentrierten Arbeitsfeldern
    Definitionen und Erklärungsmodelle von psychischer Traumatisierung
    Akute und chronische Folgen psychischer Traumatisierung
    Einführung in die Physiologie psychischer Traumatisierung; Einblick in die Neurobiologie
    Besonderheiten des Traumagedächtnis
    Überlebens- und Bewältigungsstrategien
    Kindheitstraumata
    Phasenmodelle traumazentrierter Interventionen
    Bildung der Intervisionsgruppen
    Übungen zu den Inhalten und Reflexion des eigenen Resonanzerlebens

    Freitag, 18.02. – Sonntag, 20.02.2022
    Traumasensible Bindungspädagogik

    Modelle zur Bindungstheorie und die Relevanz sicherer Bindung
    Bindungsstörungen (Bindungsskepsis)
    Wirkung innerer Arbeitsmodelle
    Trauma und Bindung - Bindungstrauma
    Bindung und Exploration
    Feinfühligkeit
    Stressregulation
    Traumapädagogische Beziehungsarbeit
    Bindungssensibles Verstehen
    Bindungsorientierte Pädagogik
    Bindungskorrektur
    Pädagog*innen als Sichere Basis / Sicherer Hafen
    Bindungsfallen und korrigierende Beziehungsgestaltung
    AAI und Auswertung
    Bindungsfallen
    Selbstfürsorge
    Institution als Sichere Basis für Mitarbeiter*innen
    Dynamiken traumabezogener Übertragungen und Gegenreaktionen
    Reflexion eigener Beziehungs- und Bindungserfahrungen

    Freitag, 20.05.. – Sonntag, 22.05.2022
    Zentrale Aspekte traumapädagogischer Arbeit

    Einführung in die Grundlagen der Traumapädagogik
    Psychoedukative Ansätze und Methodiken, klientenorientierte Erklärungsmodelle.

    Reflexion des eigenen Arbeitskotextes, Möglichkeiten und Grenzen
    Entwicklung und Vermittlung einer traumasensiblen Haltung, der gute Grund, Wertschätzung, Transparenz, Partizipation, Spaß und Freude
    Reflexion eigener Werte und Normen
    Aufbau traumasensibler Zusammenarbeit
    Traumapädagogisch-diagnostisches Verstehen
    Selbstbemächtigung und Selbstregulation
    Interventionsplanung als dialogischer Prozess
    Selbst- und Fremdfürsorge
    Institutionelle Bedingungen traumaspezifischer Arbeit
    Möglichkeiten und Grenzen traumazentrierter Handlungsfelder (z.B. Pädagogik, Beratung, Pflege) Indikation der Weiterverweisung

    Freitag, 04.11. – Sonntag, 06.011.2022
    Sicherung und Stabilisierung

    Individuelle und milieuspezifische Stabilisierung
    DBT Techniken zum Abbau von Spannungszuständen, Arbeit am negativen Selbstbild

    Körperwahrnehmung und körperliche Stabilisierung
    Körperübungen zur Stressreduzierung
    Traumasensible Entspannungsverfahren
    Haltgebende Strukturen
    Soziale Stabilisierung
    Trauma und Familie
    Psychische Stabilisierung und Affektregulation
    Erweiterung des Ressourcenbereichs
    Imaginativ-hypnotherapeutische Techniken
    Reorientierung und Dissoziationsstopps
    Trauerarbeit

    Freitag, 17.02. – Sonntag, 19.02.2023
    Traumapädagogisch diagnostisches Verstehen

    Einführung in die Soziale Diagnostik
    Psychosoziale Diagnostik
    Methoden und Übungen zum traumapädagogischen Verstehen
    Salutogenese und Resilienz
    Selbstwirksamkeit als traumapädagogisches Grundprinzip in der Förderplanung
    Der diagnostische Dreischritt
    Verantwortung und Ethik in der traumaspezifischen Diagnostik
    Grenzen und Schwierigkeiten in der sozialen, traumasensiblen Diagnostik
    Der diagnostische, partizipative Verstehensprozess

    Donnerstag, 1.05. - Sonntag, 21.05.2023
    Selbst- und Mitarbeiter*innenfürsorge

    Herstellung äußerer Sicherheit
    Selbstwahrnehmung, Selbstkontrolle
    Selbstfürsorge als Selbst-Wertschätzung und zur Verhinderung von sekundärer Traumatisierung
    Belastungsanalyse (Selbstdiagnose von Stress, Burn-out)
    Strategien der Entlastung & Stressreduktion
    Angemessener Umgang mit Gewalt, Schutz vor Gewalt
    Strukturelle Voraussetzungen der Selbstfürsorge
    Spaß und Freude als Pfeiler der Selbstfürsorge
    Sicherungskonzepte und Krisenmanagement
    Entspannungsverfahren & Körperarbeit
    Ressourcenorientierung & Stärkung eigener Resilienzfaktoren
    Biographiearbeit
    Selbstreflexion

    Samstag, 25.08. – Sonntag, 26.08.2023
    Schwerpunkt Traumapädagogik

    Geschichte und Entwicklung der Traumapädagogik und Bedeutung / Auswirkung auf aktuelle traumapädagogische Konzepte

    Überblick über den aktuellen Forschungsstand zur Wirkung traumapädagogischer Konzepte
    Vertiefung traumapädagogischer Haltung
    Pädagog*innen als Korrektiv und Bestandteil von Konzepten
    Sichere Orte und das Konzept der Selbstbemächtigung als Schlüsselprozess in der Pädagogik
    Konzeptionelle Ansätze der Traumapädagogik,
    Traumapädagogische Gruppenarbeit
    Traumapädagogischer Blick auf Regeln, Sanktionen und Begrenzungen
    Partizipation und Transparenz
    Spaß und Freude
    Traumapädagogische Elternarbeit
    Umgang mit Täter – Opfer – Retter Dynamiken
    Vertiefung traumapädagogischer Stabilisierung

    Samstag, 25.11. – Sonntag, 26.11.2023
    Schwerpunkt Traumazentrierte Fachberatung

    Vertiefung traumzentrierter Beratungshaltung
    Allgemeine Beratungsansätze und Theorien
    Aufbau- und Ablauforganisation von Beratungsprozessen
    Planung und Gestaltung von Beratungsübergängen
    Indikationen zur Weiterverweisung
    Dokumentation und Auswertung
    Qualitätssicherung
    Traumaspezifische und traumainformierte Beratung
    Besondere Aspekte traumazentrierter Beratung
    Traumazentrierte Beratung im Kontext verschiedener Settingbedingungen

    Samstag, 20.01. – Sonntag, 21.01.2024
    Abschluss der Weiterbildung

    Projekt und Fallpräsentation
    Auswertung der Weiterbildung
    Zertifikatsvergabe

    Anmeldung
    • Freitag, 26. November 2021, 09:00 Uhr bis Freitag, 21. Januar 2024, 16:00 Uhr
    Veröffentlicht am 8. Feb 2021 um 19:58 Uhr (Zuletzt Bearbeitet am 8. Feb 2021 um 19:58 Uhr)
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